Drei bis vier Jahre nach Abschluss eines Case Managements führt die PK Rück bei den Teilnehmern, die erfolgreich wiedereingegliedert wurden, eine Umfrage zur aktuellen beruflichen Situation durch. Nun liegen die Ergebnisse für das Jahr 2016 vor: fast alle der damals arbeitsunfähigen Personen sind immer noch in ihrem Beruf tätig. Sie arbeiten entweder mit gleichem Pensum weiter oder gehen einer angepassten Tätigkeit nach. Eine deutliche Mehrheit der Befragten würde sich nochmal für ein Case Management bei einem Partner der PK Rück entscheiden.

 

Wir gehen davon aus, dass COVID-19 zu einem erhöhten Stellenabbau und damit auch vermehrt zu psychischen Belastungen führen wird. Dies wiederum kann zu einer Arbeitsunfähigkeit oder sogar zu Invalidität führen. Entsprechend wichtig sind in diesem Moment Wiedereingliederungskonzepte, die diese Kausalkette unterbrechen und Betroffene wieder in die Arbeitswelt integrieren.

Schon seit vielen Jahren setzen wir auf Case Management als Wiedereingliederungsmassnahme. Um zu prüfen, wie nachhaltig und effizient dieses Vorgehen ist, führen wir regelmässig eine Befragung bei betroffenen Personen durch. Dabei untersuchen wir auch die langfristige Wirkung und führen eine Qualitätssicherung des Verfahrens durch. Die Erhebung erfolgt jeweils drei Jahre nach Abschluss eines Case Managements. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass das Eingliederungskonzept der PK Rück mittels Case Management sich bewährt hat und durchaus als erfolgreich und nachhaltig bezeichnet werden darf.

Fast alle Teilnehmer sind auch nach drei Jahren weiterhin arbeitsfähig
Der wichtigste Indikator für den Erfolg und die Effizienz eines Case Managements ist die wiedergewonnene Arbeitsfähigkeit der befragten Personen. Hier gaben 94 % an, aktuell wieder arbeitsfähig zu sein. Das ist ein für alle Beteiligten erfreuliches Ergebnis. Lediglich 6% sind nicht mehr arbeitsfähig oder gehen einer Beschäftigung in einem geschützten Bereich nach.

Der Grossteil arbeitet mit gleichem Pensum weiter, der kleinere Teil hat reduziert
Unser Ziel ist, arbeitsunfähige Personen so gut wie möglich zu unterstützen, damit sie wieder ihrem Beruf nachgehen können. Gut 60 % der Befragten gaben bei dieser Umfrage an, das gleiche oder ein sogar höheres Pensum als vor der Arbeitsunfähigkeit zu haben. Die verbleibenden 40 % haben ihr Pensum reduziert. Das Ziel, die Arbeitsfähigkeit so weit wie möglich zu erhalten, wurde dabei erreicht.

75 % der Teilnehmer würde es wieder tun
Sinn und Wirkung des Case Managements scheint für die Mehrzahl der Teilnehmer unbestritten: 75 % würden sich, falls notwendig, nochmals für die Unterstützung durch ein Case Management entscheiden.

Die frühzeitige Meldung ist ein kritischer Erfolgsfaktor
Die aktuelle Umfrage stellt dem Case Management der PK Rück und ihrer Partner punkto Erfolg und Nachhaltigkeit ein sehr gutes Zeugnis aus – auch im Vergleich zu früheren Befragungen. Das Vorgehen hat sich bewährt, denn es führt zu einer hohen Wiedereingliederungsquote in Höhe von durchschnittlich 65 % bei frühzeitiger Meldung. Dies ist ein wichtiger Erfolgsfaktor: Je früher ein Case Management eingeleitet wird, desto höher sind die Erfolgsaussichten. Ein frühzeitiges und proaktives Meldeverhalten des Arbeitgebers ist hier von grosser Bedeutung.