Im Januar erhielten zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Webinars «Arbeiten in Corona-Zeiten» Informationen zur aktuellen Lage der Pandemie sowie zu den gesundheitlichen Herausforderungen bei der Arbeit im Home-Office. Dr. med. Michael Gengenbacher der RehaClinic und Dr. med. Jens Acker der KSM Klinik für Schlafmedizin standen Rede und Antwort.

Seit Anfang Jahr besteht wieder die Home-Office-Pflicht. Für entsprechend viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist Arbeiten im Home-Office daher ein zentrales Thema. Bereits während seiner Einführung machte Andreas Heimer, Mitglied der Geschäftsleitung der PK Rück, deutlich, dass die Pandemie weiter herausfordernd bleibe: wirtschaftlich, gesellschaftlich und persönlich. Umso wichtiger sei es, gut durch diese Zeiten zu kommen und dazu gehöre insbesondere auch das Gesundbleiben im Home-Office.

Schutzmassnahmen sind weiterhin wichtig

Dr. med. Michael Gengenbacher der RehaClinic vermittelte einen Überblick über die aktuelle Situation der Corona-Pandemie. Wie viele Expertinnen und Experten sieht auch er die bereits bekannten und sich nun verbreitenden Mutationen als grosse Herausforderung: «Dass Viren mutieren ist ein normaler Prozess, man weiss, dass sich das Erbgut alle paar Wochen verändert – entsprechend ist es ein Rennen gegen die Zeit.» Deshalb seien die Schutzmassnahmen weiterhin wichtig: Abstand halten, Hände waschen, Maske tragen. «Am besten verhalten wir uns so, als wenn wir selbst angesteckt wären oder wenn wir wüssten, dass die Menschen in unserer Nähe infiziert sind.»

Umgang mit Ängsten

Gesund zu bleiben stand auch im Mittelpunkt des zweiten Referats von Dr. med. Jens Acker der KSM Klinik für Schlafmedizin. Gemäss ihm löst die Pandemie zuerst verschiedenste Ängste aus, mit denen umgegangen werden müsse. Sie beziehen sich auf die eigene Gesundheit und die anderer sowie auf soziale und wirtschaftliche Konsequenzen der Pandemie. Mit diesen Ängsten müsse auf verschiedenen Ebenen umgegangen werden.

Der wichtigste Ort, um gesund durch die Pandemie zu kommen, sei dabei das eigene Zuhause. Umso wichtiger sei es, dieses direkte Umfeld bzw. das Home-Office so gut wie möglich zu gestalten.

Tagesstruktur hilft

Für Jens Acker ist das Einhalten einer Tagesstruktur wichtig: «Die Struktur hilft gegen Chaos und ermöglicht Sicherheit. Dabei sollen nicht nur Schlafens-, Essens-, Arbeits- und Lernzeiten eingehalten werden, sondern man soll auch private Highlights planen.» Ein besonderes Augenmerk komme dem Medienkonsum zu: «Diesen muss man gezielt steuern, um nicht durch zu viele Fakten überfordert zu werden.» Trotz Lockdown und Home-Office seien zudem die sozialen Kontakte zu pflegen – auch auf Distanz. Sich der eigenen Stärken bewusst werden sei besser, als sich im endlosen Grübeln zu verlieren.

Ernährung, Bewegung und Schlaf

Wenn es um das Home-Office selbst geht, ist es laut Jens Acker entscheidend, dieses in Absprache mit dem Arbeitgeber nach klaren Regeln einzurichten – zum Beispiel nach den Vorgaben des Seco. Dabei sei festzulegen, wie viele Stunden bzw. Tage pro Woche zu Hause gearbeitet wird. Ebenso sollen Erreichbarkeit und Antwortzeiten geregelt werden. «Genau so wichtig ist es, dass man sich einen geeigneten Arbeitsplatz im Home-Office einrichtet – auch hier gibt es gute Vorgaben.» Für Jens Acker ist zudem guter Schlaf wichtig, um körperlich und psychisch möglichst gesund durch die Pandemie zu kommen.

Hier gelangen Sie zur im Webinar erwähnten Kurzentspannungsübung sowie zu weiteren Übungen und Tipps:
https://www.ksm.ch/de/fuer-unternehmen/kurzentspannung